PETAR, Ilha Comprida, Iguape

Der Süden São Paulos

PETAR, Ilha Comprida und Iguape

PETAR (Parque Estadual Turístico Alta Ribeira = Touristischer Staatspark Alta Ribeira)

Im Süden des Bundesstaates São Paulo wurde im Jahr 1958 dieser Naturschutzpark gegründet, der heute zum UNESCO – Weltnaturerbe gehört. Er beherbergt das größte zusammenhängende Gebiet an Atlantischem Regenwald (Mata Atlântica), viele Wasserfälle und ebenfalls Quilombos (Siedlungen ehemaliger entlaufener Sklaven) und rund 300 Höhlen, von denen zwölf besichtigt werden können. Durch einige fließen gar Flüsse, auch kann die Höhle Casa de Pedra mit dem größten Eingangsportal (215m Höhe) besucht, aber nicht betreten werden.

Eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt erwartet den Besucher in dieser Region: Bromelien, Orchideen, Früchte, Affen, Tapire und zig Vogelarten. Sie haben die Möglichkeit, diese zu Fuß zu erkunden (die Höhlen sowieso), aber auch erwarten Sie andere sportliche Möglichkeiten: Baden in Wasserfällen, Boia-Cross (Flussfahrt auf Reifen), Abseilen von Wasserfällen, Touren mit dem Rad.

Caverna do Couto, PETAR


Das Gebiet darf nicht alleine betreten werden, sonden Sie benötigen einen Führer (Monitor genannt), der Gruppen bis maximal acht Personen begleitet. Eine rechtzeitige Buchung ist empfehlenswert, da die Zahl der Besucher der Höhlen beschränkt ist.

Die Region bietet preiswerte und relativ einfache Pensionen, in der Regel von Natur umgeben. Da touristisch nicht sehr hoch entwickelt, sind an langen Wochenenden Vorbuchungen ebenfalls zu empfehlen.

Optimal ist ein Aufenthalt von drei bis vier Tagen. Sie benötigen gutes Schuhwerk (Sport-, Tennisschuhe, lange Hosen und am Besten bringen Sie auch Taschenlampen mit).

Die Hauptattraktionen befinden sich auf der Strecke Iporanga – Apiai. Und am Rande von PETAR, in der Stadt Apiaí stehen Reste einer alte Goldmühle, die heute Museum ist. Die Region wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erhoben, Spuren menschlicher Besiedlungen reichen etwa 10000 Jahre zurück, die Städte Iporanga und Apiaí sind Zeugen erster europäischer Siedlungen in Südamerika.

PETAR

Ilha Compida und Iguape

Ebenfalls interessant ist eine Fahrt zur Ilha Comprida (lange Insel) an der Südküste São Paulos, die fast drei Stunden entfernt ist. Auch hier finden Sie im Gegensatz zur Nordküste São Paulos lediglich Pensionen als Unterkunft.

Dort haben Sie gute Möglichkeiten Botos (Delfine) zu beobachten, die in Meer- und Flusswasser leben.

Iguape ist eine der ältesten Städte Brasiliens, war jedoch ursprünglich aufgrunde des Vertrages von Tordesilhas spanisch. Durch die Goldfunde in der Region wuchs die Stadt sehr schnell, im 17. Jahrhundert wurde die erste Münze Brasiliens in Betrieb genommen. Nach Ende des Goldrauschs überlebte die Stadt mit dem Anbau von hochwertigem Reis, der sogar bis Europa exportiert wurde. Pro Woche sollen zehn Schiffe nach Europa beladen worden sein. Nachdem die Stadt mittels eines Kanals den Weg zum Seehafen verkürzt hatte, versandeter dieser sehr schnell durch die Wassermassen des Flusses Ribeira. Dieser Schildbürgerstreich führte zum Niedergang der Stadt. Das alte Zentrum mit der Basilika lädt ein zum Verweilen, das Leben in der Stadt verläuft gemächlich, ein optimaler Ort zum Entspannen.

Links zur Region um Iguape

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Gamboa Eco Refugio - PETAR

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